
Ich sag mal so:
Wir haben eine große Urne mit viel Platz. Da passt viel rein und auch viele Papierkugeln mit verschiedenen Farben
Um es auführlicher zu beschreiben:
Im Boden sind Klappböden drin die nacheinander umklappen:
1. Die Kandidaten legen die 4 verschiedene Kugeln rein
2. Ein Klappmechanismus legt in der Urne einen zweiten boden über die ursprünglichen kugeln: Auf dem Boden befinden sich nur 4 blaue Kugeln (=> Julia muss eine Blaue kugel ziehen wenn sie reingreift)
3. nachdem Giulia eine Kugel gezogen hat, klappt ein weiterer Boden auf die anderen Kugel und zwar mit 3 Gelben Kugeln (=> der nächste Kandidat wird eine gelbe Kugel ziehen)
4. Wieder ein neuer Boden klappt innerhalb der Urne über die verbleibenden Kugeln mit 2 roten Kugeln (=> Joyce wird nun eine rote Kugel ziehen)
Das Papier ist ein sogenanntes Pyropapier, womit diese Art von „Effekt“ möglich ist. Kann ja sowieso viel passieren in den Händen mit den massiven Handschuhen.
http://www.shop.zaubertricks.de/product_info.php/info/p410_Pyro-Papier.html
(Danke „Super-Michi“ für das Kommentar)





Für die Auswahl der CD wurde die bereits bestens erklärte “jede zweite”-Variante gewählt. Die “Trickschachtel”-Variante ist viel zu umständlich. Es ist doch einfacher 700 normale Schachteln mit 700 normalen CDs in der richtigen Reihenfolge einzusortieren, als 700 Trickschachteln mit 700 präparierten (oder 1400 normalen) CDs vorzubereiten. Beweis gegen die Trickschachtel: Die leicht unnatürliche “Auswahl” der bereits abgelegten Schachtel nach dem Stop-Sagen.
Die Prominenten kannten den Trick nicht und sie waren auch nicht gekauft oder bestochen. In der Tat liegt der Schlüssel zur Lösung in der Vorbereitung. Den Prominenten wird vor der Show bei der Probe nur das notwendigste erklärt. Der “Mentalist” zeigt Ihnen die 700 Schachteln und führt ihnen (trickreich) vor, dass in jeder eine andere CD ist. Er sagt Ingo, dass dieser in der Show nach dem Zufallsprinzip eine Schachtel auswählen wird. Er sagt Joy, dass sie die Aufgabe haben wird das Cover einer CD aus ihren Gedanken aufzumalen. Joy soll hierfür nach dem Zufallsprinzip eine der 700 Schachteln auswählen. Sie soll sie nicht öffnen, sondern sie mit in ihre Garderobe nehmen. Erst wenn sie allein ist, soll sie sie öffnen und sich das Cover fest einprägen, niemand außer ihr wird das Cover kennen. Bei der Show soll sie das dann aufmalen. Deshalb fragt sie dann auch nach “meiner” CD. Natürlich hatte Sie nur scheinbar die freie Wahl. Natürlich hat er ihr eine CD untergejubelt (forciert). Das ist ihr jedoch nicht klar. Welche CD hat er ihr untergejubelt? Falsch! Nicht die von Revolverheld. Es war eine andere CD mit einem Tisch und Stühlen und Gläsern und einem Bild an der Wand, Perspektive von schräg oben. Falls es solch eine CD zu kaufen gibt, hat er die verwendet, falls nicht hat er sie selber herstellen lassen. Hätte sie die original Revolverheld-CD bekommen wäre der Trick zu plump ausgefallen. Obwohl sie schlecht zeichnen kann hätte sie den Tisch als waagerechten Strich und den schrägen Würfel an der Wand darstellen können, das wäre “zu perfekt” gewesen. So war der Trick noch geheimnisvoller. Bei dem Trick mit den Ferraris hat er der Prominenten auch ein anderes Foto gezeigt als später dem Publikum. Der Mann ist halt sehr gut und scheint auch ein Perfektionist zu sein.
Nach dem Trick kann man Joy jetzt interviewen. Sie wird wirklich verblüfft sein. Sie wird beschwören, nicht eingeweiht gewesen zu sein und auch sie wird sich den Trick nicht erklären können. Und das wird die Wahrheit sein. Ein nahezu perfekter Trick.
Vielen Dank an „FF“ für die Erklärung.